Rolf Schneider  Autor dieses Artikels ist Rolf Schneider - Rohrmeister auf Zerstörer 5


                      
  Navy Bars – Erinnerungen an meine Marine Zeit (1956-1962)


Zurückblickend muss ich zugeben, dass diese Marine-Zeit wirklich speziell war, und zwar weil sie sorgenfrei war.
Da gab es keine Sorgen um Arbeitslosigkeit, das älter werden, ob man reich oder arm war, keine Angst vor dem Unerwarteten,
kurz, beinahe wie eine zweite Kindheit. Mit einer Ausnahme, als Kind kann ich mich noch gut an die Kriegsjahre erinnern und
die Angst vor den Bombenangriffen. Jeder der einmal im Keller durch Bombentreffer verschütttet war kann das sicherlich verstehen.
Die Zeit war 1959 Julius (Bubi) Böhmer und ich, frisch gebackene Maate in der Bundesmarine waren die einzigen deutschen
Marinesoldaten in Key West an der Advanced Undersea Weapons Naval Station. Wir waren Beide zur Ausbildung an Mark 14,
Mark 36 Torpedos und Wasserbomben und Hedgehog (U Boot Jagd Raketen), abkommandiert zur späteren Übernahme
von einem Fletcher Klasse Zerstörer, der USS DD 572 Dyson, als Z5 für die Bundesmarine.




 
 




















 






 
Jetzt muss ich um Verständnis bitten, wenn es zu dem Thema “Navy Bars” kommt, da ich mich auf meine
persönliche Erinnerungen berufe. Ich bin mir darüber bewusst, dass wenn man über “Navy Bars” spricht
oder schreibt, “Nüchternheit” vorausgesetzt ist.”

Key West 1959 bleibt für mich für immer als eine typische Marine Basis voll von Bars wie Sloppy Joes,
Green Parrot, Whistle Bar, The Bull, Hog’s Breath Salon, Captain Tony’s und andere längst vergessene Bars in Erinnerung.



 
                      


 



































Key West ruft in mir humorvolle Erinnerungen wach.  Key West hat sich in der Zwischenzeit stark geändert.  Was später als “Margaritaville”, die Welt Hauptstadt für sorgenfreies Leben bekam, war zu meiner Zeit eine Insel bevölkert mit tausenden von US Sailors, die entweder auf der US Navy Sonar School oder der US Navy Advanced Underwater Weapon School oder auf einem der zahlreichen U-Booten Dienst taten.  Zum Thema Margaritaville, sogar heute noch beendige ich meinen Tag mit einem Margarita drink in der Hand und Jimmy Buffet singing: “Wastin' away again in Margaritaville searching for my lost shaker of salt. Some people claim that there's a woman to blame. But I know it's nobody's fault,” und dem Traum von einem “laid-back lifestyle in a tropical climate”, und einer längst vergangenen Zeit. 

Wenn man sich etwas in der Welt umsieht, dann findet man “the good times” egal wo man gerade ist. In Brazil fand ich den “Vetter” zu dem Margarita drink, die “Caipirinha”. Caipirinha ist der brasilianische National Cocktail. Es ist eine Mischung von cachaca (Zuckerrohrschnaps) und Frucht, meistens Limone.  Ich arbeitete für einige Zeit in Curitiba-Brazil als Telecommunication Engineer. Ich erinnere mich noch, dass ich mal mit einem Freund in einer Bar waren und versuchten den Bar Rekord fuerr Caipirinhas zu brechen. Wir sassen an der Bar und ich sagte zu meinem Freund: “Siehst Du die beiden alten Trunkenbolde uns gegenüber an der Bar, so sehen wir beide in 10 Jahren auch aus”, worauf er zu mir sagte, ”das ist der Spiegel du Blödmann.”  Am nächsten Morgen machte ich mir ein Versprechen:” I’m – Will – Never – Drink – Again.
Key West ist auch heute noch eine Stadt mit einem entspannten Lebensstil in einem tropischen Klima.
Diese folgende Geschichte aus den Chroniken von Sloopy John beschreibt aber diesen Lebensstil viel besser:
“Nachdem eine junge Dame “einige” Drinks an der Bar zu sich genommen hat und an der frischen Luft vor der Bar bei den Abfalleimer zusammengebrochen war, wurde sie dort von einem jungen Mann “gerettet” der sie auf sein Zimmer nahm. Am nächsten Morgen schickte der junge Mann ein Telegramm an seinen Geschäfts Partner in New York:” Schliesse das Büro, verkaufe alles, komm nach Key West, hier werden bessere Sachen weggeworfen als wir in New York kaufen können.”

Aber zurück zu Key West und meinen Key West Naval Bars Erinnerungen wo häufig nur Minentaucher – (EOD - Explosive Ordinance Disposals guys) erlaubt waren. Das waren Männer die mit Dolphinen und Sprengladungen spielten.  Mit denen anzubändeln war nicht geraten, überhaupt wenn man sah, dass die EOD’s hydratisiert mit “Hatuey” Bier waren.
Hier sind einige Gründe warum “Hatuey” Bier damals das bevorzugte Bier in Key West war:
Es war das einzige Flaschenbier in Key West.
Man konnte mit dem hohen Alkohol im Bier Strandfeuer anzünden.
Ein Kasten kostete nur $4, billiger als ein Kasten Coca Cola.
Der einzige legale Rauschgift in Key West war das Trockenextrakt des Bieres in ein Zigaretten Papier eingewickelt.
Die Hatuey Flasche hatte eine stumpfe Form um Verletzungen zu vermeiden wenn es zu Bar Fights kam.
Heutzutage würde das Hatuey Bier von der FDA (Federal Drug Enforcement Agency) auch als ein Ersatz für “Viagra” genehmigt werden.
Zurück zu Key West in den fünfziger Jahren und Bars wie Sloppy Joes, Green Parrot, Schooner Warf und verschwundene Bars wo nur U-Bootleute erlaubt waren.  Am 20. März 1946 wurde die US Naval Station als U-Boots Stützpunkt eröffnet. 1974 wurde der Stützpunkt geschlossen und Key West begann seinen Dornröschenschlaf, der erst in den 90er Jahren endete als Künstler und Gays Key West wieder entdeckten.
Ein typischer Nachturlaub in Key West begann an Duval Street.  Duval Street erstreckte sich über die ganze Insel vom Golf von Mexico bis zum Karibischen Meer mit einer Bar and der anderen und das an beiden Seiten der Duval Street.  In den meisten Bars konnte man nur das 25Cent pro Flasche Bier erhalten.  Aber alle Bars hatten Barmaid’s die sich zu dir setzten wenn du alleine warst und sich deine traurige Familien Geschichten anhörten.  Das war aber nicht billig, denn du musstest den Barmaid’s einen Drink für 1 Dollar kaufen.  Junge, die konnten schnell trinken.  Die meisten sailors lernten das schnell, aber bei manchen dauerte es etwas (10Dollar) länger.  Ich erinnere mich an eine ältere “Dame” die für 1 Dollar ihr Tattoo zeigte.  Das Tattoo war ziemlich weit oben am Bein und sagte
” Marine Corps”, ein paar Zentimeter höher war “US Navy” tätowiert und ganz oben wo das Bein aufhörte war “EOD Boys” tätowiert.
In Key West und später in Guantanamo-Kuba lernte ich das “spezielle Verhältnis” zwischen Navy und Marines besser kennen.  Marines sind davon überzeugt, dass sie Gott geholfen haben die Welt zu erschaffen, während Sailors glauben, dass nachdem Gott und die Marines am 6. Tag Ruhepause machten, die Navy die Welt gestohlen hatten.  EOD’s (Minentaucher) glauben dass sie heute noch über die Welt herrschen.

Auf der rechten Seite etwa auf der Mitte von der Duval Street war ein strip club. Ich erinnere mich noch an das Tür Schild wo Reklame gemacht wurde:
” Exotic dancers, now hiring, looking for one pretty and two ugly dancers.”

Zu dieser Zeit gab es in Key West eine Verordnung, die “Nackt tanzen” nur genehmigt wenn es ein Teil einer theatralischen Vorführung war. Darauf hin schrieb ein literarisch begabter sailor ein kurzes 40 Minuten langes Theaterstück in dem alle Frauen Charakter, exotische dancers waren, die ihren Akt in exotischer Phantasie vorführten.  Ich erinnere mich noch an den Titel der Vorführung:  “Macbeth in the Buff.”
Eine Tänzerin trat auf und schlitterte von Messing Stange zu Messing Stange. Sie versuchte sich an einer Stange zu halten um dort hinauf und herunter zu rutschen, aber ihre schwitzige Hände erlaubten das nicht. Darauf hin schlang sie ihre Beine um die Stange, lies sich heruntergleiten und hielt  ihren Arsch hoch, während sie sich mit rechten Hand und rechtem Bein festhielt.  Mit ihrer linken Hand schlug sie sich auf den Arsch so das Schweißtropfen auf die Sailors an der Bar fielen, worauf diese mit einem Chorus von “Woot-woo! Woot-woo!” antworteten.
Ich erinnere mich, dass es in der Bar heisser war als draußen trotz dem Air Conditioning. Die Luft vibrierte von der Musik.  Die Bar war voll von schwitzenden BH’s, Unterhöschen, Strumpfband Halters, gefalteten Dollar Scheinen, Bier Flaschen, und geschminkten Lipppen.  Für mich eine “learning experience,” da ich immer der Meinung war, dass Shakespeare ein englisches Bier war.
Meistens war es unsere Absicht an der Duval Street ein Bier in jeder Bar zu trinken.  Angefangen auf der linken Seite und dann zurück auf der rechten Seite.  Wir haben das nie geschafft.  Als junger Maat erlebte ich viele interessante Stunden auf der Duval Street.  Eine Nacht aber wird mir für immer in Erinnerung bleiben.  Bubi und ich befreundeten uns mit Sailors von dem U-Boot Spikefish, ein Diesel submarine im Hafen für Torpedo Übernahme.  Wir verbrachten den Abend mit unseren neuen Freunden in dem wir nacheinander entweder auf unser Geburtsland, unsere Marine oder auf unsere Laufbahn zu prosteten.

Auf den Vorschlag zum Strip Club zu gehen wurde abgemacht, dass wir Bockspringen über die Park Uhren machen. Ich blieb mit meiner Hose an einer Uhr hängen und wurde auch sofort von einer Shore Patrolie angehalten.  Da ich in Zivil war aber meine deutche Erkennungsmarke am Hals trug (da war meine Blutgruppe eingetragen und man hat mich gewarnt bei Blutübertragungen vorsichtig zu sein), und die Shore Patrol mein schwäbisches englisch nicht verstand, wollten die mich an die reguläre Polizei übergeben.
Da aber meine neue Freunde bereits in dem Paddy Wagon sassen hielt ich es für besser denen Gesellschaft zu leisten.  Wir verbrachten die Nacht in einem “Sober up drank tank” (Zelle für Betrunkene) für Marines and Sailors. Dort sah ich, dass ein paar betrunkene Marines ihre Hemden, Krawatten und Schuhe auszogen und ich dachte jetzt kommt es zu einer Schlägerei.  Aber die Marines legten alles sehr ordentlich unter ihre Pritschen.  Auf die Frage warum sie sich solche Mühen mit ihren Uniformen machten wurde mir erklärt, dass sie die Uniformen schützen müssen wenn es zum kotzen kommt. Das muss denen wahrscheinlich bei der Grundausbildung eingetrichtert worden sein, dass ein “Marine” sich nicht beschmutzt.
Eleanor Roosevelt Quote: ”The Marines I have seen around the world have the cleanest uniforms, the filthiest minds, and the lowest morals of any group of animals I have ever seen. ”
Sailors sind der Meinung, dass der Marien Slogan:”Semper fidelis” (Always faithful) sollte mit dem Slogan: ”Semper ubi sub ubi.” (Always wear underwear) ausgetauscht werden.

Zum schlafen kamen wir nicht weil Marines and Sailors Meinungsverschiedenheiten hatten.
Typischer Dialog zwischen Marines and Sailors:
Sailor: "F--- the Marines",
Marine: "F--- the Navy",
Sailor: "Yah F--- them too."
Das war damals alles ein Bestandteil meines sorgenfreien Lebens.  Ich kann mir nicht helfen aber dieses Leben erinnert mich noch heute an das Lied von Mary Hopkin: “Those were the days my friend, we thought they never end….”
Wir Seeleute glaubten damals dass wir das Recht hatten, zu so einem wilden Leben wenn wir nach Dienstschluss an Land gingen. Die Bars die wir bevorzugten waren nicht wie andere Bars die von “Landlubbers” besucht wurden. Navy Bars müssen einer rigorosen Ordnung folgen um von sailors als Navy Bars anerkannt zu werden.
Die wichtigste Bedingung ist eine knusprige Barmaid die Bier ausschenkt.  Selbst Bars wie “Der schmutzige Löffel” in Glückstadt, gleich links vom Kaserneneingang, wo ich 1958 Ausbilder war, konnten diesen Standard nicht erfüllen. Barmaid’s mussten in der Lage sein King Kong in die Knie zu zwingen, mit einer Hand ein Servierbrett balancieren, sailors weg schupsen und durch eine mit Betrunkenen Sailors gefüllte Bar navigieren.  An den Abenden wo nicht viel los war, war die Barmaid bereit dir den Rücken zu massieren und ihr Bein auf den Tisch zu legen damit du ihre Tattoo’s  bewundern konntest. Sie musste in der Lage sein dir süsse Dinge ins Ohr zu flüstern. Und von der Barmaid hinter dem Bier Ausschank hörte man: “Ihr Arschlöcher jetzt hört mal her, ich weis, dass die Toiletten immer besetzt sind aber wenn einer von euch auf den Boden pisst dann kann er diese Sauerei mit dem Feudel wieder aufwischen, wenn nicht, dann wische ich mit ihm die Pisse auf.       Ich bin nicht eure Mutter und Muttersöhnchen erhalten hier eine gratis Äquator Taufe.
Die Barmaid’s mussten in der Lage sein Tattoo’s zu bewundern, Kinder Bilder mit vorstehenden Zähnen ohne Kommentar anzusehen.  Sie mussten Betrunkene in Taxis verfrachten und 19 Jahre alte sailors betreuen, die sich in sie verliebt hatten.  Sie konnten an Hand der Mützenbänder oder der Schulter ID’s den Namen des Kapitäns des Schiffes, bis zurück zur Zeit als man noch Pfadfinder war feststellen. Sie wussten wenn ein Schiff ausläuft oder einläuft ehe man es selber wusste.

Wenn du nach einer langen Nacht des Trinkens an der Bar mit einem halb gegessenen Wurstbrot in der Hand eingeschlafen warst, dann packten sie dich in deinen Kulani ein und verfrachteten dich in einen Nebenraum zum ausschlafen.  Warum?  Weil sie genau wussten wer du und was du warst und dass du im Grund genommen ein guter Kerl warst. Wenn du diese Barmaid’s mit Respekt behandelste und sie nicht verrückt machte und an dem Musikautomaten Platten spielte die sie nicht mochten, dann drückten sie ihren Busen an deinen Kopf wenn sie das nächste Bier servierten.

Der kubanische Küchenjunge der die Tische putzte, Geschirr spülte, Abfall sammelte, Toiletten Papier  erneuerte, der mit den Sackhosen und dem golden Zahn, und aussah wie ein 1950 Buick und auf den Namen “Ramon”, “Pedro”, oder “Tico’ hörte und filterlose Luckie Strikes, Camels oder Raleighs rauchte und immer mit seinem kubanischen Akzent sagte: "How are choo navee mans tonight?"  Das war der Mann der mit seinem nach Ziegen stinkenden Putzlappen die Tische sauber machte. Der Mann gehörte in jede Navy Bar, denn der sorgte dafür, dass wenn die Wurst Brote oder die Nüsse oder die hart gekochten Eier ausgingen, dass man die von der nächsten Bar borgte, damit es nicht zu einem Engpass an der Bar kam. Der wusste wenn es an der Zeit war, dass man die Shore Patrolle anrief weil es zu Schlägereien kam.

Die Bar selbst hatte die Wände beklebt mit Schiffs Bilder, Schiffs Wappen, Bier Deckel an der Decke. An den Wänden konnte man Einlauf und Auslauf Zeiten für jedes Schiff lesen. Die Bar musste die obligatorische Leucht Reklame für Michellob, Papst Blue Ribbon, Old Milwaukee und Bier Nüsse haben. Der Bier Zapf Hahn musste mindestens 8 Biersorten haben und für jeden lesbar mussten die Bar Vorschriften angezeigt werden:
Deine Mutter arbeitet nicht hier also mach deinen eigenen Dreck sauber.
Barmaid’s sind nicht zum anfassen da, so behalte deine Hände in der Tasche und spiele Taschen Skat.
Zigaretten Kippen gehören nicht in das Urin Becken.
Das Wort der Barmaid’s gilt wenn du deine Bar Rechnung anzweifelst.
Wenn du dich streiten willst, dann gehe nach draußen hinter der Bar.
Der Wirt nimmt sich das Recht vor dich am Kragen vor die Tür zu setzen wenn du Streit anfängst.
Deine Shipmates sind für dich und betrunken Besatzungs Mitglieder verantwortlich.

Der Musik Automat musste wie ein Sherman Panzer aussehen und mit Platten von Hank Williams, Mother Maybelle Carter, Johnny Horton, Johnny Cash und zwanzig anderen Neulingen die niemand kennt, voll sein.  Der Musik Automat musste "La Bamba", Herb Alpert's "Lonely Bull" und Johnny Cash's "Don't Take Your Guns to Town", im Repertoire haben.

Die Bar musste einen Messing Ring zum anhalten und mindestens 6 Wurstbrot Behälter haben, ein Einmach Glass gefüllt mit Bier Nüssen, und ein Einmach Glass gefüllt mit gekochten Eiern. Die Eier mussten alt genug sein, das sie garantiert einen Furz produzierten . Ein Einmach Glass gefüllt mit gesalzenen Schweine Füssen und Polnischen Würsten musste da sein.  Junge Sailors wussten, dass nur betrunkene Chief Petty Officers diese Spezialitäten schluckten und wenn dein Darm nicht aus einem Auspuff geeichten Metall gemacht war, dann sollte man so etwas nicht zu sich nehmen.

Keine Navy Bar war komplett ohne ein paar hundert verwelkten Bilder von Schiffen und einem Schild: “Halt’s Maul” an dem Spiegel hinter der Bar, und Bilder von nackten Frauen. Der Billard Tisch Filz musste wenigsten 3 Risse haben die ein betrunkener hinterlassen hat und Billard Kugeln die aussahen als ob ein Gorilla sie abgenagt hat.

Navy Bars waren die Heimat wenn man von “ Muttern” zuhause weg war. Das waren die Etablierungen wo ein 19 jähriger etwas lernte das nicht in der Schule gelehrt wurde. Dort lernte man dir die Kunst des “Klönen” aber auch die Kunst zuzuhören. Für 10 Dollar lernte man dort alles was man über Sex wissen musste von professionellen Damen die dir etwas lehrten, das dein Biologie Lehrer nicht wusste und das anatomisch nicht möglich war.

Wir waren jung und weit von der Heimat entfernt.  Wir liebten das Leben und wir lebten das Leben. Damals wussten wir noch nicht, dass uns dieses Zusammensein mit gleichaltrigen Sailors zu dem schmiedeten das wir heute sind. Bei diesen Zusammenseins an Bord und in den Bars erzählen wir uns was man in unserem jungen Leben schon erlebt hat. Wir lernten, dass das Leben von Frauen auch schwer sein kann. Wenn wir an Land gingen trafen wir uns mit den besten Männern die man sich vorstellen konnte in Bars, unsere Mutter hätte uns nie erlaubt wenn sie dabei gewesen wäre.

Ich habe hier noch ein paar behilfliche Anweisungen für die nächste noch junge sailors Generation aufgeschrieben sollten sie das Glück haben in ihrem Leben bei der Marine solche Bars wie ich sie in Key West kennengelernt habe zu finden:


Symptom:     Die Füsse sind kalt und nass
Grund:          Das Glass wird im inkorrekten Winkel gehalten
Korrektur:     Drehe das Glas um so dass das offene Ende nach oben zeigt.

Symptom:     Die Füsse sind warm und nass
Grund:          Blasse nicht unter Kontrolle
Korrektur:     Stelle Dich neben ein Marine (US Marine) Soldaten und beschwere dich über seine
                   Kindererziehung.

Symptom:     Die gegenüberliegende Wand flimmert mit fluorescent Licht
Grund:          Du bist nach hinten umgefallen
Korrektur:     Binde dich an den Bar Messing Ring fest, alle Seeleute wissen mit was für einem Knoten.

Symptom:    Bier schmeckt schal und dein Hemd ist vorne und hinten nass
Grund:         Mund offen, oder Glas wird nicht korrekt an das Gesicht gehalten.
Korrektur:     Gehe zum Klo und praktiziere vor dem Spiegel.

Symptom:    Der Boden sieht ganz verschwommen aus
Grund:         Du schaust durch den Glas Boden von dem leeren Glas
Korrektur:     Finde jemand der dir ein neues Glas Bier bezahlt.

Symptom:    Alle schauen zu dir auf und lachen
Grund:         Du tanzt auf dem Tisch
Korrektur:     Falle auf die Dame mit dem grössten Busen.

Symptom:    Bier ist kristall klar
Grund:         Jemand hat Wasser in dein Glas gefüllt um dich nüchtern zu machen.
Korrektur:     Hau im eine in die Fresse.

Symptom:    Der Boden bewegt sich
Grund:         Du wirst hinaus getragen
Korrektur:     Versuche herauszufinden zu welcher Bar man dich trägt.

Symptom:    Die Bar sieht ziemlich dunkel aus
Grund:         Die Bar hat geschlossen
Korrektur:     versuche mit der nächsten Shore Patrol zu deinem Schiff zu kommen